Müschen-Treffen
2003
Mittwoch, 17. September
2003 Schweriner Volkszeitung - online
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Müschen-Nachfahren weihten neue Begegnungsstätte ein Jugend-Gästehaus
auf Thünengut Tellow / 230. Geburtstag vorbereiten
Güstrow/Tellow
Dieser Tage wurde das neue Jugend-Gästehaus auf dem Thünengut
von Tellow eingeweiht. Und die es einweihten, waren keine Geringeren
als 23 der unmittelbaren und angeheirateten Nachfahren eines berühmten
Mannes, der zu Zeiten von Thünen lebte und mit diesem auch befreundet
war: Franz Hermann Müschen (1774 bis 1847).
Sein ganz besonderer Verdienst war es, dass er die mecklenburgische
Obstkunde begründet hat. Noch heute heiß begehrt, weil selten, ist der
Müschensche Rosenapfel. Unter den ersten Gästen der Jugendbegegnungsstätte
war auch sein Dreifach-Urenkel Klaus Müschen, Leiter des Referats Klimaschutz
beim Berliner Senat. Bekannt vom Hörensagen ist vielen sicher auch noch
der Teterower Kantor Samuel Christian Müschen, ein Sohn Franz Hermann
Müschens und anerkannter Dahlienzüchter.
Zur Begrüßung der prominenten Gäste auf dem Thünengut war auch Horst
Friedrich, Pomologe (Obstbaukundler) aus Güstrow, gekommen.
Nach der Besichtigung des Thünengutes mit Museumsdirektor Rolf-Peter
Bartz traf sich die Müschen-Familie im Kornspeicher an der Thünenscheune,
um gemeinsam den 230. Geburtstag ihres berühmten Vorfahren im Mai kommenden
Jahres vorzubereiten. Dazu gab es verschiedene Vorträge. Geplant ist
für das Jubiläum u. a. ein Festsymposium.
Am nächsten Tag traf man sich zur Ehrung von Franz Hermann Müschen an
dessen einstiger Wirkungsstätte in Belitz. Nach einem Festgottesdienst
wurde dessen Grabstätte besucht. Besichtigt wurde auch der Belitzer
Pfarrgarten. Entstanden ist das Jugend-Gästehaus auf dem Thünengut aus
einer ehemaligen Schnitterkaserne. Damit ging endlich ein langgehegter
Wunsch der Tellower in Erfüllung. Und das auch nur dank der Unterstützung
von Unternehmen aus der Region. Ziel der Betreiber des Thünengutes in
Tellow war es seit jeher, Studenten und jungen Wissenschaftlern aus
dem In- und Ausland sowie jungen Landwirten auch aus den östlichen Nachbarländern
das Erbe von Thünens vor Ort nahe zu bringen.
Das Jugend-Gästehaus verfügt über jeweils vier Zimmer in der oberen
und der unteren Etage; insgesamt sind 20 Plätze vorhanden.
--Traudel Leske