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Wiedergefunden!
August 2002
Im März 2002 habe ich im Internet einige Daten zu unseren obstzüchtenden
Vorfahren gefunden. So tauchte der Name "Müschens Rosenapfel" sowohl
auf der Internetseite einer Obstbrennerei auf Rügen als auch in
einem Artikel über den Apfeltag des Fördervereins Biosphärenreservat
Schaalsee auf. In diesem Zusammenhang telefoniere ich mit Rüdiger
Brandt, einem Obstbauern aus Neschow, der mir erzählte, dass mein
Cousin Klaus Ehlert aus Reinbek eine Wiederauflage eines pomologischen
Buches von Bogislav Müschen herausgegeben hat. Es war:
Johann Bogislav Müschen, Der Obstbau in Norddeutschland. Erfahrungen
und Rathschläge für die allgemeine Einführung desselben,
Stuttgart 1875.
Bald darauf hielt ich es in Händen, es war mit einem Vorwort meines
Bruders Wolfgang aus Göttingen versehen - welche Überraschung.
Zugleich hatte ich per Email auf Rügen wegen des Müschens
Rosenapfel angefragt und erhielt Mitte Juli Antwort von Dr. Lutz Grope
aus Berlin-Weißensee, der mir weitere Beschreibungen des Apfels zusandte
und zugleich eine sehr schöne Zeichnung aus der Österreichischen Pomologie
von 1882. Wir trafen uns am 21. August 2002 und tauschten unsere bisherigen
Kenntnisse aus. Allerdings hatte er bis dato auch noch keinen Müschens
Rosenapfel in der Hand gehabt.
Eine Woche
später am 25. August rief er mich an und teilte mir mit, dass er
und Herr Horst Friedrich aus Güstrow einen Baum - vermutlich 120
Jahre alt - in der Nähe von Sternberg gefunden haben.
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Müschens Rosenapfel im Jahr 2002
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Am folgenden
Mittwoch wollten sie mit einem weiteren Pomologen eine genaue Bestimmung
vornehmen. Sie kamen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu demselben Ergebnis,
allerdings sollen zu einer genauen Bestimmung die Wachstumsphase im nächsten
Jahr abgewartet werden. Am 31. August besichtigte ich den Ort, die Bilder
des Baumes und der Äpfel sind hier zu sehen.
Zugleich hatte sich Klaus Ehlert in den vergangenen Monaten um Informationen
über noch existierende Bäume oder Baumschulen mit Müschens
Rosenapfel bemüht. Am 9.September teilte mir telefonisch mit, dass
er zwei Exemplare von Müschens Rosenapfel in einer Baumschule im
Waldviertel bei Wien bestellt hätte. Sie werden nun gezogen und im
nächsten Jahr geliefert.
Klaus Müschen, Berlin, 10. September 2002
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