Müschens Rosenapfel

| | Neuigkeiten | | Beschreibung | | Portrait | | Bilder | | Links
2002 Wiedergefunden!| 2003 Müschen-Treffen |2004 Symposium   | 2005 Beitrag in "Erwerbs-Obstbau"(pdf)  | 2006  Neue Bäume

Wiedergefunden! August 2002

Im März 2002 habe ich im Internet einige Daten zu unseren obstzüchtenden Vorfahren gefunden. So tauchte der Name "Müschens Rosenapfel" sowohl auf der Internetseite einer Obstbrennerei auf Rügen als auch in einem Artikel über den Apfeltag des Fördervereins Biosphärenreservat Schaalsee auf. In diesem Zusammenhang telefoniere ich mit Rüdiger Brandt, einem Obstbauern aus Neschow, der mir erzählte, dass mein Cousin Klaus Ehlert aus Reinbek eine Wiederauflage eines pomologischen Buches von Bogislav Müschen herausgegeben hat. Es war:

Johann Bogislav Müschen, Der Obstbau in Norddeutschland. Erfahrungen und Rathschläge für die allgemeine Einführung desselben, Stuttgart 1875.

Bald darauf hielt ich es in Händen, es war mit einem Vorwort meines Bruders Wolfgang aus Göttingen versehen - welche Überraschung.
Zugleich hatte ich per Email auf Rügen wegen des Müschens Rosenapfel angefragt und erhielt Mitte Juli Antwort von Dr. Lutz Grope aus Berlin-Weißensee, der mir weitere Beschreibungen des Apfels zusandte und zugleich eine sehr schöne Zeichnung aus der Österreichischen Pomologie von 1882. Wir trafen uns am 21. August 2002 und tauschten unsere bisherigen Kenntnisse aus. Allerdings hatte er bis dato auch noch keinen Müschens Rosenapfel in der Hand gehabt.

Eine Woche später am 25. August rief er mich an und teilte mir mit, dass er und Herr Horst Friedrich aus Güstrow einen Baum - vermutlich 120 Jahre alt - in der Nähe von Sternberg gefunden haben.


Müschens Rosenapfel im Jahr 2002

Am folgenden Mittwoch wollten sie mit einem weiteren Pomologen eine genaue Bestimmung vornehmen. Sie kamen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu demselben Ergebnis, allerdings sollen zu einer genauen Bestimmung die Wachstumsphase im nächsten Jahr abgewartet werden. Am 31. August besichtigte ich den Ort, die Bilder des Baumes und der Äpfel sind hier zu sehen.
Zugleich hatte sich Klaus Ehlert in den vergangenen Monaten um Informationen über noch existierende Bäume oder Baumschulen mit Müschens Rosenapfel bemüht. Am 9.September teilte mir telefonisch mit, dass er zwei Exemplare von Müschens Rosenapfel in einer Baumschule im Waldviertel bei Wien bestellt hätte. Sie werden nun gezogen und im nächsten Jahr geliefert.

Klaus Müschen, Berlin, 10. September 2002

nach oben


webmaster@mueschens-rosenapfel.de | copyright 2004 |